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AUS DEM QUARTIER FÜR DAS QUARTIER

02.03.2016 - euroterra fördert das Interesse am „alten Herzen Hamburgs"

Als langjährige Mieter unserer Bürofläche im Nikolaiquartier ist uns der Erhalt und die Belebung dieses Stadtteils eine ausgesprochene Herzensangelegenheit. Schließlich schlägt in diesem Quartier das „Alte Herz“ unserer Hansestadt. Am Hopfenmarkt - im Schatten der ehemaligen, neogotischen Nikolaikirche – durfte das Archäologische Museum 2014 bis 2015 eine neunmonatige Ausgrabung, unter Leitung von Herrn Kay-Peter Suchowa, durchführen. Dabei wurden wichtige und vor allem neue Erkenntnisse zur hamburgischen Stadt- und Baugeschichte gewonnen, die bislang - der vergangenen wissenschaftlichen Möglichkeiten geschuldet – unergründet blieben. So wurden neben gut erhaltenen Resten der Neuen Burg aus dem 11. Jahrhundert Fundamente der alten Nikolaikirche und der Bebauung des 19. Jahrhunderts gefunden, die darauf schließen lassen, dass die Neue Burg sehr viel älter ist als bisher angenommen. Durch die Ausgrabungen konnten zusätzlich neue Erkenntnisse zur Baugeschichte der 1842 ausgebrannten Nikolaikirche gewonnen werden.

Um diese Ergebnisse der Ausgrabung und die gesammelten Erfahrungen von Herrn Suchowa einer möglichst breiten Zielgruppe näherzubringen und auf dieses alte, vielen wenig bekannte alte Herz Hamburgs aufmerksam zu machen, haben wir, gemeinsam mit dem Förderkreis Mahnmal St. Nikolai e.V., einen Vortragsabend initiiert und konnten Herrn Suchowa als Vortragenden gewinnen. Rund 100 Personen (Architekten, Nachbarn, Interessierte und Freunde des Nikolaiquartiers) sind der Einladung gefolgt und haben den spannenden und kurzweiligen Vortrag von Kay-Peter Suchowa aufmerksam und interessiert verfolgt und von ihm mitgebrachte Fundstücke begutachten können.

Herr Suchowa deutete bereits an, dass mit dem Abriss des an der bisherigen Grabungsstelle benachbarten Hauses noch in diesem Jahr neue Ausgrabungen beginnen können, die sicherlich weitere neue Erkenntnisse über Hamburgs Entstehungsgeschichte hervorbringen werden - wir wünschen viel Erfolg dabei! 

Wir dürfen gespannt sein und freuen uns über hoffentlich weitere mitreißende Vorträge von Herrn Suchowa.